Das Projekt MemScreen ist ein Art Based Research Project gefördert im PEEK Programm des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Das Projekt wird am Forschungslabor Film und Fernsehen an der Akadmie der bildenden Künste gemeinsam von Tal Adler, Friedemann Derschmidt (Projektleitung), Karin Schneider und Attila Kosa durchgeführt.

 

Abstract – MemScreen

MemScreen entwickelt neue künstlerische Methoden zur Darstellung von Erinnerungs-Erzählungen
die mit der komplexen historisch gewachsenen Verknüpfung von Österreich und Israel und dem
Holocaust verbunden sind.
MemScreen fragt dabei, wie Kunstproduktionen vom Israelischen in den Österreichischen Kontext
übersetzt werden können und vice versa. Dabei berührt MemScreen eines der zentralen Probleme des
(künstlerischen) Kuratierens – das der Kontextualisierung.
Wir entwickeln darauf aufbauend künstlerische Strategien für eine Darstellung von Holocaust
bezogenen Erinnerungen, die sich der Undarstellbarkeit bewußt sind.
In unserem gesamten Herangehen spielt der Umgang der Betrachtenden und Zuhörenden mit den
dieses Themenfeld betreffenden künstlerischen Produktionen eine zentrale Rolle. Dies Art und Weise
wie sich die Öffentlichkeit sogenannte Erinnerungskunst aneignet soll in MemScreen auch erforscht
und möglicher Weise durch neue künstlerische Vorschläge in diesem Bereich auch verändert werden.
MemScreen ist ein transnationales Projekt zwischen Israel und Österreich. Es ist am Forschungslabor
„Film und Fernsehen“ an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie an Israelischen
Partnerorganisationen (Digital Art Center Holon, Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem,
etc.) angesiedelt. Getragen wird es von einer Gruppe österreichischer und israelischer Künstler_innen
und Kunst basierter Forscher_innen: Tal Adler, Attila Kosa, ritesinstitute (Friedemann Derschmidt
und Karin Schneider) sowie Illana Schmueli, eine aus Czernowitz stammende in Israel seit 1944
lebende Schriftstellerin.
MemScreen setzt seine künstlerische Forschung zur Übersetzung von Erinnerungserzählungen
zwischen Israel und Österreich auf der langjährigen intensiven Arbeit von Tal Adler und dem
ritesinstitute in diesem Feld auf.
MemScreen versteht sich als Archiv das nicht nur als fixe Datenbank, sondern als digitale Lern- und
Vernetzungsplattform funktioniert.
Alle in MemScreeen produzierten Daten, Methoden, Ergebnisse werden in das Archiv eingespeist und
je nach Veränderung der Forschungsfragen neu zugeordnet. Die Forschungsfragen entstehen aus der
jeweiligen konkreten künstlerischen Praxis und den Erfahrungen mit den Publikumsreaktionen.
Die künstlerisch – kuratorische Forschung von MemScreen wird von einem international
aufgestellten, interdisziplinären Board begleitet. Mit diesem werden interne workshop für des
researcher – team und eingeladene Künstler_innen sowie öffentliche Veranstaltungen durchgeführt.
Forschungsergebnisse wie Möglichkeit zur Generierung neuen Datenmaterials sind Ausstellungen und
Videoproduktionen. Alle Präsentationen und Veranstaltungsformate finden in den jeweiligen
Partnerorganisationen sowohl in Israel als auch in Österreich statt und bieten daher eine hervorragende
Grundlage zur Etablierung einer Plattform kunstbasierter Forschung in diesem Bereich in den
jeweiligen Kunstinstitutionen.